Mal ehrlich, diese High-Snob-Ciety läuft doch nicht rund! Twenty-Somethings posten sich im bodenlangen Nerz und der noch nicht volljährige Bub sitzt hinterm Steuer eines 800 PS Wagens. Ist das ernsthaft unsere Zukunft? Sich gegenseitig überbietende Hohlköpfe, die sich nicht ansatzweise der Welt bewusst sind, in der sie leben? Ich glaub, ich spar auf ein Oneway-Ticket zum Mond…

Es waren so viele Absonderlichkeiten dieser Art, die mir in letzter Zeit begegnet sind, dass ich – in einem Anfall von Selbstschutzmechanismus – die meisten verdrängt habe. Aber etwas ist dann doch noch hängengeblieben: Ich bin angewidert. Von meinen Mitmenschen, ihren Egos und Geltungsbedürfnissen. Meine Freundin E nennt sie schlichtweg “Ichlinge”. Für mich klingt diese Bezeichnung zu niedlich. Fast wie ein Diminutiv, der einen kleinen Makel beschönigt. Mir macht es Angst, dass so viele Menschen es für ihr gutes Recht halten, zu den Überprivilegierten zu gehören. Und selbstverständlich nichts dafür tun zu müssen, geschweige denn Verantwortung für irgendein Handeln zu übernehmen.

Ok, die Madness kotzt sich mal wieder über die Gesellschaft aus, findet alle ätzend und redet von sich in der dritten Person. Alles wie gehabt, same old shit und nicht weiter besorgniserregend – meint ihr. Eines ist allerdings anders als sonst: Das hier ist ein Appell! Ich will hier heute nicht über Mann-Frau-Dramatik oder dem inzestuösen Leben in Madcity schwadronieren, sondern nur kurz eine Kleinigkeit aufzeigen: WIR WERDEN ALLE STERBEN.

Eigentlich wollte ich dem noch einige Zeilen hinzufügen, aber ich finde, der Satz macht sich alleine viel besser. Und er sollte für jeden die gleiche Signifikanz haben. Falls jemand doch noch weitere Erläuterungen benötigt:Well…good luck!




Mad City

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